Wanderpokale und Stifter

1.   Kaiser-Pokal, gestiftet am 27. Januar 1894 von Kaiser Wilhelm 11. aus Anlass seines 25jährigen Militärjubiläums. Anfangs ausschließlich für besondere Leistungen im Distanzreiten vorgesehen, verblieb er nach zweimaligem Erringen dem Sieger. Das war in den Jahren 1912 und 1913 Leutnant Richard Niedermeyer vom Kgl. Bayerischen 2. Ulanenregiment ,,König«. Frau Hildegard Paraquin, München, seine Stieftochter, übereignete dem Verein aus ihrem Erbgut 1956 den Pokal, der alle zwei bis drei Jahre in besonders ausgestatteten öffentlichen Turnieren von Vereinsmitgliedern in einer Vielseitigkeitsprüfung der Klassen A und L umstritten wird.

 

2.    Mannschafts-Pokal, gestiftet 1955 vom Oberbürgermeister der Stadt Ansbach zum alljährlichen Austragen einer Mannschafts-Vielseitigkeitsprüfung anlässlich des großen öffentlichen Herbstturniers Die jeweiligen Mannschaften müssen aus drei Pferden und Reitern(innen) bestehen und an bestimmten Prüfungen teilnehmen.

 

3.    Paraquin-Pokal, 1911 von Unbekannt gestiftet, übereignet 1957 von Frau Hildegard Paraquin, München, aus dem Nachlaß ihres Stiesvaters, dem der Pokal in einem öffentlichen Turnier als Sieger-Preis zugefallen ist. Er wird alljährlich zum vereinsinternen Auftakt-Turnier von Kindern bis zum 15. Lebensjahr im »Dressur-Reiten« in einer Reiterprüfung umstritten.

 

4.    Walther-Pokal, gestiftet 1957 von Oberst a. D., Dr. jur. Willi Walther, Ansbach. Er wird von Jugendlichen bis zum 19. Lebensjahr ebenfalls in einer Reiterprüfung im „Dressur-Reiten“ beim Auftakt-Turnier umkämpft.

 

5.    Pfeiffer-Pokal, gestiftet 1957 von Notar Karl Pfeiffer, Ansbach. Er kommt für Fortgeschrittene bis zum 29. Lebensjahr beim Auftakt-Turnier nach einer Aufgabe der Klasse A im »Dressur-Reiten« zum Austrag.

 

6.    Niedermeyer-Pokal, 1913 gestiftet von der Kreishauptstadt Ansbach, über eignet 1957 von Frau Hildegard Paraquin, München, aus dem Erbgut des ehemaligen Leutnants Richard Niedermeyer, der ihn als Sieger in einem öffentlichen Turnier 1913 errungen hat. Er ist den Senioren ab 30. Lebensjahr vorbehalten, die ihn beim ,,Dressur-Reiten“ zum Auftakt-Turnier in einer Dressur-Aufgabe der Klasse L umstreiten.

 

7.    Amerika-Trophäe, gestiftet 1957 von den drei amerikanischen Mitgliedern Sanford England, Thomas Jack und James Lumbsden. Sie wird Ende jeden Jahres nach Beschluss der Reitlehrerkommission dem Vereinsmitglied als Auszeichnung zuerkannt, das im abgelaufenen Jahr den besten reiterlichen Sportgeist unter Beweis gestellt hat.

 

8.    Amazonen-Pokal, gestiftet 1959 von Rittmeister a. D. Maximilian Frhr. Von Sanleque-Neuses, als Ehrenpreis für die Reiterin, die jeweils beim großen Herbstturnier die erfolgreichste Amazone in allen Dressur- und Springprüfungen der Klassen A und L ist.